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Februar 4, 2026

Kein Einsatz in der Zeitarbeit, was bedeutet das für Pflegekräfte

Verzweifelte Krankenschwester aus der Zeitarbeit ohne aktuellen Einsatz im Krankenhaus

Inhaltsverzeichnis

    Viele Pflegekräfte in der Zeitarbeit erleben aktuell eine schwierige Situation. Sie sind fest angestellt, möchten arbeiten, erhalten aber keinen direkten Folgeeinsatz vom Personaldienstleister. Diese Phase sorgt oft für Unsicherheit, vor allem wenn der neue Einsatz kurz vor Monatsende noch nicht feststeht. Dabei stellen sich wichtige Fragen zu Rechten, Pflichten und dem Umgang mit einsatzfreier Zeit.

    Was bekomme ich als Zeitarbeitnehmer in der einsatzfreien Zeit?

    Grundsätzlich gilt, Pflegekräfte in der Zeitarbeit sind fest angestellt. In der Regel gibt es beim Personaldienstleister eine Garantie sowie eine vertraglich geregelte Wartezeit. Während dieser einsatzfreien Zeit besteht weiterhin ein Vergütungsanspruch.

    Der Arbeitgeber ist verpflichtet, einen neuen Einsatz zu organisieren. Für eine fehlende Belegung kann die Intensivfachkraft nichts. Umso wichtiger ist eine transparente und regelmäßige Kommunikation durch den Disponenten, damit der Mitarbeiter nicht im Ungewissen bleibt und nicht das Gefühl hat, auf heißen Kohlen zu sitzen.

    Welche Möglichkeiten gibt es in der Praxis für diese Zeit?

    In der Praxis ist es oft ein Geben und Nehmen zwischen Mitarbeiter und Arbeitgeber. Wichtig ist dabei, dass die Entscheidung immer beim Mitarbeiter liegt.

    Mögliche Optionen können sein:

    • Ein paar Tage Urlaub nehmen

    • Überstunden in Freizeit umwandeln

    • Auf den nächsten Einsatz warten, bei laufender Vergütung

    • Offene Kommunikation über den aktuellen Stand der Einsatzsuche

    Kein Mitarbeiter ist verpflichtet, Urlaub oder Überstunden zu nehmen, um einen fehlenden Einsatz auszugleichen. Transparenz, Planungssicherheit und ehrliche Kommunikation sind in dieser Phase entscheidend.

    Wodurch kommt es zustande, dass Personaldienstleister keine Einsätze für Intensivfachkräfte haben?

    Es gibt mehrere Gründe, warum Personaldienstleister zeitweise keine Einsätze für ihre Fachkräfte auf der Intensivstation anbieten können. Ein zentraler Punkt ist das Gehalt des Mitarbeiters, da dieses direkt den Verrechnungssatz gegenüber der Klinik beeinflusst.

    Das Gehalt einer Pflegekraft ist immer entscheidend für den Preis, den das Krankenhaus zahlen muss. Verdient eine Intensivfachkraft in der Zeitarbeit zum Beispiel 32 Euro pro Stunde, wird dieser Satz an die Klinik weitergegeben. Verdient sie 36 Euro pro Stunde, steigt der Verrechnungssatz entsprechend. Viele Kliniken befinden sich aktuell in einer finanziellen Notsituation, was dazu führt, dass diese Preise für sie oft nicht mehr darstellbar sind.

    Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Struktur des Personaldienstleisters. Hier stellt sich die Frage, wie effizient der Dienstleister arbeitet. Hohe interne Kosten, große Verwaltungsapparate oder ineffiziente Prozesse wirken sich direkt auf den Preis für das Krankenhaus aus. Je schlanker und effizienter ein Dienstleister aufgestellt ist, desto wettbewerbsfähiger sind die angebotenen Stundensätze.

    Auch die Qualifikation und Rahmenbedingungen des Mitarbeiters spielen eine entscheidende Rolle. Dazu zählen unter anderem:

    • Umfang und Qualität der Intensiverfahrung

    • Flexibilität bei Einsatzorten

    • Vollzeit oder Teilzeit

    • Dienstplanwünsche und Einschränkungen

    Diese Punkte stehen immer im Zusammenhang mit dem Gehalt und beeinflussen, ob ein Folgeeinsatz zustande kommt.

    Ein weiterer wesentlicher Aspekt ist die Spezialisierung des Personaldienstleisters. Ist der Anbieter klar auf die Intensivpflege spezialisiert, verfügt er meist über:

    • mehr Kliniken im festen Bestand

    • langfristige Kontakte und Rahmenvereinbarungen

    • bessere Planungssicherheit für Folgeeinsätze

    Spezialisierte Dienstleister haben dadurch häufig stabilere Einsatzketten für ihre Intensivfachkräfte.

     

    Spielt die regionale Aufstellung des Personaldienstleisters eine Rolle?

    Ein weiterer wichtiger Faktor ist die regionale Ausrichtung des Personaldienstleisters. Dabei macht es einen großen Unterschied, ob ein Anbieter nur in einem Bundesland tätig ist oder bundesweit Einsätze organisiert.

    Ein regional begrenzter Dienstleister ist stark von den jeweiligen Klinikstrukturen und Budgets vor Ort abhängig. Kommt es dort zu Auftragsablehnungen oder Einsparungen, fehlen oft direkte Ausweichmöglichkeiten für Folgeeinsätze.

    Ein bundesweit aufgestellter Personaldienstleister hat hingegen deutlich mehr Optionen. Werden Einsätze in einer Region abgelehnt, kann kurzfristig in anderen Bundesländern nach passenden Einsatzmöglichkeiten gesucht werden. Das erhöht die Chancen, schnell einen neuen Einsatz zu finden und reduziert längere einsatzfreie Zeiten.

    Gerade für Intensivfachkräfte kann eine bundesweite Aufstellung des Dienstleisters ein entscheidender Vorteil sein, wenn es um Planungssicherheit und kontinuierliche Beschäftigung geht.

    Warum kündigen Personaldienstleister ihre Mitarbeiter?

    In der Praxis erleben wir häufig, dass sich Pflegekräfte bei uns bewerben, nachdem ihnen von ihrem bisherigen Personaldienstleister gekündigt wurde. Die Begründung ist oft dieselbe, es kann kein Einsatz mehr gefunden werden. Die Ursachen dafür hängen meist mit mehreren der zuvor genannten Punkte zusammen.

    Ein häufiger Grund sind unrealistische Stundenlöhne. Einige Personaldienstleister werben mit Stundenlöhnen von 40 Euro oder mehr. Gleichzeitig gelingt es ihnen nicht, passende Einsätze für diese Fachkräfte zu finden. Das wirkt auf den ersten Blick widersprüchlich, lässt sich in der Praxis jedoch erklären.

    Es gibt Dienstleister, die neu am Markt sind und zunächst Pflegekräfte einstellen, bevor stabile Kundenbeziehungen aufgebaut wurden. In solchen Fällen wird Personal eingestellt, ohne dass bereits konkrete Einsätze vorhanden sind. Findet sich anschließend kein Krankenhaus, das bereit ist, den hohen Verrechnungssatz zu zahlen, entstehen Einsatzlücken.

    Der Stundenlohn für Intensivfachkräfte in der Zeitarbeit hat sich in den letzten Jahren stark aufgebläht. Gleichzeitig gibt es klare Grenzen, da viele Kliniken finanziell nicht in der Lage oder nicht bereit sind, diese Preise dauerhaft zu zahlen.

    Für Pflegekräfte bedeutet das, bei der Wahl des Personaldienstleisters genau hinzuschauen. Wichtiger als leere Versprechen sind:

    • realistische Einschätzungen des Marktes

    • ehrliche Kommunikation im Bewerbungsgespräch

    • bestehende Klinikpartnerschaften

    • transparente Aussagen zu Einsatzsicherheit

    Am Ende ist es oft sinnvoller, sich für einen seriösen Dienstleister zu entscheiden, der den Markt erklärt und keine unrealistischen Erwartungen weckt.

    Tipps für Pflegekräfte in solchen Situationen

    Gerade wenn es zu einsatzfreien Zeiten kommt, ist es wichtig, den passenden Personaldienstleister sorgfältig auszuwählen. Eine gute Vorbereitung und die richtigen Fragen können helfen, spätere Enttäuschungen zu vermeiden.

    Wichtige Punkte, auf die Pflegekräfte achten sollten:

    • Einen Personaldienstleister wählen, der gute Google Bewertungen vorweisen kann

    • Darauf achten, dass der Dienstleister auf Zeitarbeit in der Intensivpflege spezialisiert ist

    • Im Bewerbungsgespräch offen nach bestehenden Klinikpartnern fragen

    • Keine unrealistischen Versprechen zu sehr hohen Stundenlöhnen akzeptieren

    • Vor Vertragsabschluss darum bitten, einen konkreten Auftrag zu sehen

    • Sich den geplanten Dienstplan vorlegen lassen, bevor ein Vertrag unterschrieben wird

    • Auf eine transparente und ehrliche Kommunikation achten

    Wer diese Punkte berücksichtigt, erhöht die Chancen auf stabile Einsätze und mehr Planungssicherheit in der Zeitarbeit.

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